Von «Help» bis «Happy»


Bericht
Thurgauer Zeitung

vom
Montag
4. April 2016



Am Samstag war die evangelische Kirche Romanshorn voll. Das Konzert des Gospelchors und der Dirk Raufeisen Singers begeisterte die Zuschauer.

MARKUS BÖSCH

ROMANSHORN. Der Name war Programm. Die zahlreichen Gäste nahmen die Sänger beim Wort und sprangen auf den «Gospeltrain», um eine zweistündige Reise in die musikalische Vergangenheit anzutreten: Die erste halbe Stunde in der evangelischen Kirche Romanshorn gehörte am Samstagabend dem einheimischen Gospelchor unter der Leitung von Martin Duijts.

Traditionelles und Modernes

Die 20köpfige Gruppe sang traditionelle Lieder wie «Let us sing» oder «Down by the river», aber auch modernere Gospels wie «Glory Halleluja» und «Thank you».

Vor fünf Jahren gegründet, sind die Dirk Raufeisen Singers vor allem der amerikanischen Gospeltradition verbunden. Geleitet werden sie vom deutschen Jazzpianisten Dirk Raufeisen, der auch in Romanshorn für Stimmung sorgte. Einerseits waren es seine musikalischen Ausflüge in den Jazz und Rock 'n' Roll, anderseits das solistische Können einzelner Sänger, das die Zuhörer zu stehenden Ovationen bewegte. Die Darbietungen mit stimmgewaltigen Solisten und dem Chor im Hintergrund gehören denn auch zum Markenzeichen der Gruppe.

Zur Aufführung kamen sowohl alte Standards wie «Help» und «I got Rhythm» als auch moderne und poppige Titel, darunter «Rock 'n' Roll Music» und «Bridge over troubled water». Kennengelernt hatten sich die Chöre an einem Gospel-Workshop in der Lenk, den Raufeisen organisierte.

Zweimal Zugabe

Zum Abschluss sangen beide Formationen Lieder aus dem Répertoire der einzelnen Chöre. Mit dem Gospel «You filled my heart» inklusive zwei Zugaben konnten die Besucher mit einem zweistündigen Highlight in den Sonntag starten.


Gemeinsam und aus voller Kehle: Dirk Raufeisen (links) dirigiert und Martin Duijts begleitet die beiden Chöre auf dem E-Piano. (Bild: Markus Bösch)

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